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Feierliche Erstkommunion im Münster St. Johannes

 

In der Stadtpfarrei St. Johannes feierten am vergangenen Sonntag 20 Kinder ihre heilige Erstkommunion. Für die Familien und die ganze Pfarrgemeinde war es ein festlicher und bedeutungsvoller Tag, der ganz im Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft stand.

 

Das Fest begann um 10.00 Uhr mit der Abholung der Kommunionkinder im Pfarrheim St. Johannes. Dort segnete Pfarrer Christian Süß die Kommunionkerzen und überreichte den Kindern als Geschenk der Pfarrei Olivenholzkreuze aus Bethlehem, dem Geburtsort Jesu. In einer feierlichen Prozession zogen die Erstkommunionkinder daraufhin gemeinsam mit Pfarrer Christian Süß und den Ministranten in das Münster St. Johannes zur heiligen Messe. In ihren weißen Gewändern erinnerten die Kommunionkinder zum einen an ihre Gotteskindschaft, zu der alle Getauften berufen sind, und hoben zum anderen die besondere Bedeutung des Tages hervor.

 

An der Feier wirkten alle 20 Kinder mit Begrüßungstexten, Fürbitten, Dankgebeten und Dankesworten aktiv mit. Der feierliche Höhepunkt war der erstmalige Empfang der heiligen Kommunion, auf den die Kinder über mehrere Monate hinweg von in Projekttagen von Petra Fante und Nicole Hofknecht, sowie von Pfarrer Christian Süß vorbereitet worden. Er ging in seiner Predigt auf das Evangelium von Jesus Christus als dem wahren Weinstock ein und erklärte, wie wichtig es sei, mit Jesus verbunden zu bleiben, um im Glauben zu wachsen und Frucht zu bringen. Mitzuhelfen, dass der Erstkommuniontag nicht Höhepunkt und Abschluss, sondern Meilenstein eines immer lebendigeren Christenlebens sei, dazu rief er die zahlreichen Verwandten, Freunde und Pfarrangehörigen auf, die das Münster bis auf den letzten Platz füllten. Auch die Klassenleiterinnen waren zur Feier gekommen. Stadtpfarrer Hermann Höllmüller wollte es sich ebenfalls nicht nehmen lassen dabei zu sein und kam nach seiner Hl. Messe in Frauenbiburg zu den Kommunionkindern.

 

Die musikalische Gestaltung hatte Marco Heine inne, der mit Orgelspiel und Gesang wieder zur festlichen Atmosphäre beitrug.

 

Am Nachmittag versammelten sich die Erstkommunionkinder und ihre Familien erneut in der Kirche. Um 17.00 Uhr fand die Dankandacht statt, bei der die Kinder noch einmal gemeinsam auf den Tag zurückblickten und für die erlebten Momente dankten. Bevor der eucharistische Herr zur Anbetung ausgesetzt wurde, erklärte Pfarrer Süß den Kindern den Sinn einer Monstranz mit ihren goldenen Strahlen. Dazu erzählte er von der jungen Heiligen Anna Schäffer, die trotz eines langjährigen Leidens ihre lebensbejahende und frohe Art damit begründete, dass Jesus die Sonne ihres Lebens sei. In einer ruhigen und besinnlichen Andacht konnten die Kommunionkinder das Erlebte vertiefen und den Tag gemeinsam ausklingen lassen.

 

Die Erstkommunion in der Stadtpfarrei Münster St. Johannes wird den Kindern und ihren Familien sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben – als ein Tag voller Freude und erlebter Glaubensgemeinschaft.

 

Foto: Alfred Mayr

 

 

Feierliche Marienverehrung am 1. Mai in der Stadtpfarrei Münster St. Johannes

 

Mit einer festlichen Messe hat die Stadtpfarrei St. Johannes das Hochfest der Patrona Bavariae am 1. Mai würdig begangen. Stadtpfarrer Hermann Höllmüller und Pfarrer Christian Süß versammelten sich am Feiertag mit Gläubigen im Münster, um gemeinsam die Gottesmutter Maria als Schutzpatronin Bayerns zu ehren. Seine Predigt begann Pfarrer Süß mit einem Blick auf den Schönheitswettbewerb, bei dem seit 1951 die „Miss World“ gekürt wird. Stünde eine solche Auszeichnung nicht nur einer rein äußerlichen, sondern auch geistlichen Schönheit zu, würde Maria siegen. So gewinne sie seit nahezu 2000 Jahren die Herzen unzähliger Menschen. Sie müsse auch das Herz Kurfürst Maximilians I. von Bayern gewonnen haben, da dieser im Jahr 1616 das Bayernland und seine Bewohner dem Schutz der Gottesmutter anvertraute. König Ludwig III. schließlich wandte sich an Papst Benedikt XV., er möge Maria offiziell zur Patronin Bayerns erklären – geschehen durch ein Dekret der Ritenkongregation am 26. April des Jahres 1916. So würden die katholischen Gläubigen darauf vertrauen können, dass Maria ihnen in allen Nöten immer königlich zur Seite stehe, für sie mütterlich bete und sie einmal auch hinübergeleite in die andere Welt, ins Reich ihres Sohnes Jesus Christus.

 

Marco Heine begleitete die heilige Messe in gewohnter Weise mit festlichem Orgelspiel und verlieh ihr einen besonders feierlichen Charakter.

 

Am Abend des marianischen Hochfestes setzte sich die Gemeinde erneut in Bewegung: Unter der Leitung von Pfarrer Süß zog eine Prozession von der Lourdesgrotte der Dreifaltigkeitskapelle zur ersten Maiandacht des Jahres am Marienplatz.

 

An der Mariensäule angekommen, brachten die Teilnehmer mit Gebeten und Marienliedern ihre Verbundenheit mit der Gottesmutter zum Ausdruck und baten um ihren Schutz und Beistand. Auf ihre Fürbitte hin erteilte Pfarrer Süß den Segen – den anwesenden Gläubigen und der ganzen Stadt.

 

 

 

Fotos: Alfred Mayr

 

 

Feierliche Verabschiedung aus dem Pfarrgemeinderat St. Johannes

 

In einem würdevollen Rahmen sind am vergangenen Sonntag die drei Mitglieder Resi Strebl, Thomas Ammer und Severin Prenitzer, der leider nicht anwesend sein konnte, aus dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei Münster St. Johannes verabschiedet worden. Am Ende der Heiligen Messe würdigten der Pfarrgemeinderatssprecher und Bürgermeister Valentin Walk und Stadtpfarrer Hermann Höllmüller gemeinsam das Engagement der Ausscheidenden.

 

Valentin Walk beschrieb in seiner Ansprache den Sinn und die Aufgabe eines Pfarrgemeinderates hervor. Das Gremium sei Bindeglied zwischen Pfarrgemeinde und Pfarrer. Gegenseitig sei man Hilfe und Stütze. Als Ehrenamtliche hätten die zu Verabschiedenden sich mit ihren Talenten in das Pfarrleben eingebracht, so Walk. Gleichzeitig wünschte er ihnen, dass sie als Helfer und Ratgeber auch außerhalb des Pfarrgemeinderates der Pfarrei erhalten bleiben. Walk endete mit einem Zitat des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., der sagte: „Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft.“

 

Auch Stadtpfarrer Höllmüller richtete persönliche Worte des Dankes an die drei Geehrten. Er betonte, das ehrenamtliche Engagement der Gläubigen werde, wie in der Gesamtkirche, auch in Dingolfing immer wichtiger, gerade im Blick auf die künftige Bildung der Pfarreiengemeinschaft. Dazu seien alle durch Taufe und Firmung berufen und beauftragt.

 

Als Zeichen der Anerkennung verlas er für die zu verabschiedenden Pfarrgemeinderatsmitglieder jeweils eine Dankesurkunde des Bischofs von Regensburg und übereichte je ein Exemplar des Gotteslobes. Die Übergabe erfolgte unter dem Applaus der anwesenden Gläubigen, die damit ihrerseits Wertschätzung und Dank zum Ausdruck brachten.

 

 

 

Foto: Magdalena Zach

 

 

Ministranten der Pfarrei Münster St. Johannes auf erlebnisreicher Reise

 

Dingolfing/Wien. Ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis durften die Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrei St. Johannes in der Osterwoche bei ihrem mehrtägigen Ausflug nach Österreich genießen. Die abwechslungsreiche Fahrt führte die Gruppe über Maria Taferl bis in die österreichische Hauptstadt Wien und bot ein vielfältiges Programm aus Kultur, Geschichte und Freizeit.

 

Bereits auf der Hinfahrt legten die Teilnehmer einen ersten Halt in Maria Taferl ein, einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Niederösterreichs. Dort, in der Heimat von Stadtpfarrer Hermann Höllmüller, feierte die Gruppe eine Heilige Messe, besichtigte die Schatzkammer und genoss den herrlichen Ausblick ins Donautal. Nach einer Stärkung machten sich die Ministranten auf zur Weiterreise.

 

In Wien angekommen, erwartete die Gruppe ein abwechslungsreiches Programm. Gleich am ersten Abend konnte in das quirlige Leben des Wiener Praters eingetaucht und so manche Attraktion ausprobiert werden.

 

Ein erster Höhepunkt des nächsten Tages war der Besuch des imposanten Stephansdoms im Herzen der Stadt, dessen gotische Architektur, reiche künstlerische Ausstattung und lange Glaubensgeschichte die Jugendlichen nachhaltig beeindruckten. Mit einer überaus interessanten und kurzweiligen Führung durften die Ministranten den berühmten Wiener Neustädter Altar aus aller Nähe besichtigen und hinabsteigen in die Gruft der Wiener Erzbischöfe. Sogar in die Domsakristeien wurden die Ministranten geführt. Nicht zuletzt Münster-Mesnerin Birgit Frischmann zeigte sehr interessiert und sichtlich erfreut, hinter die Kulissen der Kathedrale schauen zu dürfen. Nach dem Aufstieg zur imposanten Pummerin, der größten Glocke Österreichs, stand die stand die Kapuzinergruft – die letzte Ruhestätte vieler Mitglieder des Hauses Habsburg – auf dem Programm. In einer anschließenden freien Zeit und in Kleingruppen dufte die Altstadt selbst erkundet werden.

 

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen barocker Herrlichkeit. Im prachtvollen Schloss Schönbrunn tauchten die Ministranten und ihre Begleiter ein in die Welt der Kaiserinnen Maria Theresia und Elisabeth, genannt „Sisi“.

 

Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten kam hier auch der Spaß nicht zu kurz: Der Ostermarkt vor den Toren des Schlosses lud zum Bummeln ein und der Tierpark Schönbrunn begeisterte mit seiner Artenvielfalt und weitläufigen Anlage. Die Tage endeten jeweils mit gemeinsamem Abendessen und Spielrunden im Foyer der Unterkunft.

 

Auch ein Ausflug zum Stift Heiligenkreuz durfte nicht fehlen. Dort hatten Stadtpfarrer Hermann Höllmüller und Pfarrer Süß studiert. Nach einer Besichtigung der Hochschule des traditionsreichen Zisterzienserklosters feierte die Gemeinschaft in der dortigen Kreuzkirche eine Heilige Messe. Ein junger Novize bot mit seiner lebhaften und begeisterten Führung Einblicke in das monastische Leben der blühenden Abtei. Ein besonderes Erlebnis war für die Gruppe die Teilnahme am Chorgebet der überwiegend jungen Mönche. Sie beeindruckten mit ihrer ruhigen und spirituellen Ausstrahlung. Aufgrund des unerwartet einbrechenden Schnees steuerte der Bus nach einer Stärkung im Klostergasthof kurzentschlossen eines der Wiener Einkaufszentren an. Dort nutzten die Buben und Mädchen die Shoppingtour für das ein oder andere Souvenir.

 

Auf der Rückreise legte die Gruppe noch einen Zwischenstopp in St. Florian ein, wo das gleichnamige Stift besichtigt wurde. Auch dort – am Wirkungsort Anton Bruckners – begleitete Organist Marco Heine auf der Orgel wieder die Heilige Messe.

 

Während der Rückfahrt bedankte sich Oberministrantin Franziska Huber im Namen aller bei Stadtpfarrer Hermann Höllmüller für die Möglichmachung der Reise. Ihm, Pfarrer Christian Süß, Katechistin Petra Fante und dem ganzen Betreuerteam dankte sie für die großartige Vorbereitung, Durchführung und Begleitung der Fahrt. Mit vielen neuen Eindrücken, gestärktem Gemeinschaftsgefühl und zahlreichen schönen Erinnerungen im Gepäck kämen die Ministrantinnen und Ministranten so wieder nach Dingolfing zurück, schloss Franziska Huber unter Applaus aller.

 

 

 

(Foto: Birgit Heine)

 

 

Beginn der Karwoche mit Palmprozessionen unter großer Beteiligung der Gläubigen

 

Mit traditionellen Prozessionen begannen die feierlichen Liturgien zum Palmsonntag. Zahlreiche Gläubige versammelten sich in Frauenbiburg mit Stadtpfarrer Hermann Höllmüller und in Dingolfing mit Pfarrer Christian Süß zur Palmweihe. Während Kinder und Ewachsene kunstvoll gebundene Palm- und Buchsbaumzweigen in den Händen hielten, erinnerte das Evangelium an den biblischen Einzug Jesu in Jerusalem. Begleitet von Ministranten und angeführt von geschmückten Kreuzen zog man in Frauenbiburg vom alten Feuerwehrhaus, in Dingolfing vom Brunnen des Marienplatzes zum jeweiligen Gotteshaus. Dort setzten sich die Heiligen Messen fort und ließen die Spannung zwischen Jubel und Leid, Freude und Trauer spürbar werden. Wenige Augenblicke nach dem Lied „Singt dem König Freudenpsalmen“ wurde mit die Passion in verteilten Rollen vorgetragen. In ihren Predigten schilderten die Geistlichen eine Rekonstruktion der zeitlichen Abläufe der letzten Woche im Leben Jesu und riefen die Gläubigen auf, alle kommenden Tage mitzufeiern. Man könne die einzelnen Tage von Gründonnerstag bis Ostern nicht voneinander trennen, sie seien eine einzige große Feier. Entsprechend sei die gelebte und erlebte Gemeinschaft in diesen Tage existentiell für den Glauben. Eine Privatisierung und Verweltlichung dieser Tage sei der schleichende Tod der christlichen Feierkultur.

 

Am Ende dankten die Geistlichen allen fleißigen Händen für das Binden der Palmbuschen und allen an den Gottesdiensten Beteiligten. In Frauenbiburg hatte Lisa Weinzierl die Orgel gespielt, in Dingolfing Herr Dr. Rainer Hauke. Dort trugen, zusammen mit ihrer Leiterin Petra Englberger, die Kinder und Jugendlichen des Heimat- und Volkstrachtenvereins in ihren farbenfrohen Gewändern zur Feierlichkeit teil. Sie versammelten sich nach der Heiligen Messe noch zu einem Gruppenfoto vor dem Hauptportal des Münsters.

 

 

Konstituierende Sitzung des Pfarrgemeinderates in Münster St. Johannes

 

Mit einer feierlichen Messe zum Hochfest der Verkündigung des Herrn begann in der Dreifaltigkeitskirche die konstituierende Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates der Pfarrei Münster St. Johannes und ihrer Filiale Frauenbiburg.

 

Im Pfarrheim tagten die Mitglieder erstmals in ihrer neuen Zusammensetzung, um die Weichen für die kommende Amtszeit zu stellen. Stadtpfarrer Hermann Höllmüller begrüßte die Anwesenden, allen voran die neuen Mitglieder und dankte den bisherigen Ratsmitgliedern für ihr Engagement. Für ihre Verabschiedung wurde im Laufe der Sitzung die Heilige Messe um 10.30 Uhr am Weißen Sonntag, den 12. April, geplant. Höllmüller begrüßte auch die berufenen Mitglieder Pfarrsekretärin Sylvia Döpner, Mesnerin Birgit Frischmann und Organist Marco Heine. Außerdem hieß er als künftige Gäste des Gremiums die Diakone Karlheinz Zrenner und Stefan Schmid, außerdem den Mesner Tim Schmeller von Frauenbiburg, die Katechisten Petra Fante und Hanns Brennsteiner, sowie die Vertreter der Kirchenverwaltungen Josef Pellkofer und Dr. Rupert Zach willkommen.

 

Vor dem weiteren Verlauf der Sitzung gratulierte Höllmüller im Namen aller dem bisherigen Pfarrgemeinderatssprecher Valentin Walk zu seiner Wahl zum Bürgermeister und überreichte ihm eine handgemalte Bildtafel mit der Darstellung des Wörther Gnadenbildes. Er wünschte Walk allzeit die Fürbitte der Mutter von Guten Rat für sein neues Amt.

 

Einstimmig wurde Walk auch wieder als Pfarrgemeinderatssprecher vorgeschlagen und ebenso einstimmig wiedergewählt. Walk dankte für das Vertrauen und bat um so größere Unterstützung aller Mitglieder, dieses Amt neben seiner neuen Aufgabe im Rathaus erfüllen zu können.

 

Walk wird künftig gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Gabi Pellkofer und der Vertreterin für Frauenbiburg Brigitte Hamm-Gärtner die Arbeit des Gremiums koordinieren.

 

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl von Sylvia Döpner zur Schriftführerin, die Bildung von Sachausschüssen und die Bestimmung von weiteren Vertretern. Dabei wurden unter anderem Arbeitsgruppen für Caritas (Valentin Walk, Petra Fante), Jugend (Franziska Huber, Simon Högerl, Lucas Stummer, Birgit Frischmann, Tim Schmeller, Petra Fante), Ehe und Familie, sowie Katholische Erwachsenenbildung (Maria Höschl), Feste und Feiern (Valentin Walk, Matthias Wild, Gabi Pellkofer, Florentina Thoma, Simon Högerl, Brigitte Hamm-Gärtner, Herbert Kreißl, Lucas Stummer, Sylvia Döpner und die Leitungen der Kindergärten), sowie für die Ökumene (Hermann Höllmüller, Christian Süß) ins Leben gerufen. Ziel sei es, die unterschiedlichen Bereiche des Gemeindelebens gezielt zu fördern und neue Impulse zu setzen. Auch erste inhaltliche Schwerpunkte wurden diskutiert, sowie das diesjährige Pfarrfest ins Auge gefasst. Die kommende Zusammenlegung mit St. Josef stand dabei ebenso im Fokus, wie die damit notwendige Förderung ehrenamtlichen Engagements.

 

Der Pfarrgemeinderat zeigte sich entschlossen, die Gemeinde aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten. Die Sitzung endete in ein gemütliches Beisammensein und in ein gemeinsames Essen.

 

Der neue Pfarrgemeinderat blickt nun motiviert auf die bevorstehenden Aufgaben und lädt alle Gemeindemitglieder ein, sich weiterhin aktiv in das Gemeindeleben einzubringen.

 

 

 

Foto: Birgit Frischmann (Hl. Messe des PGR in der Dreifaltigkeitskapelle)

 

 

 

 

Erhebung der Stadtpfarrkirche St. Johannes zum

Münster St. Johannes am 03.10.2025

Bilder zur Münstererhebung

Vilstalbote-Verlag Frontenhausen

"Man darf sich nicht so wichtig nehmen"

Dingolfinger Pfarrgemeinderatssprecher im Interview

Freitag, 12 August 2022

 

Autor: Andy Forster    Redaktion Dingolfing

Redakteur Andy Forster traf sich mit dem Pfarrgemeinderatssprecher Valentin Walk für ein Sommerinterview in der Stadtpfarrkirche St. Johannes.

(Quelle: af) 

 

Der Pfarrgemeinderat ist ein Gremium in einer Pfarrgemeinde, das sich aus gewählten, berufenen und amtlichen Mitgliedern zusammensetzt. Zu den amtlichen Mitgliedern gehört der zuständige Pfarrer, die anderen Pfarrgeistlichen und die pastoralen Mitarbeiter. Dies war nur ein kurzer Exkurs, denn weitaus spannender ist in der Stadtpfarrkirche St. Johannes die Tatsache, dass mit Valentin Walk einer der jüngsten Pfarrgemeinderatssprecher in ganz Bayern diesem Amt vorsteht. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der Dritte Bürgermeister, wieso er dieses Amt ausführt. Zudem äußert er sich zu Themen wie Missbrauchsskandale, den Stellenwert der Kirche, homosexuelle Hochzeiten und wichtige künftige Projekte in der Kirche St. Johannes.

Dritter Bürgermeister, Kreisrat und Pfarrgemeinderatssprecher: Valentin Walk.

(Quelle: eiglsperger) 

 

Herr Walk, Sie sind 25 Jahre jung und Dritter Bürgermeister. Nun sind Sie kürzlich zum Pfarrgemeinderatssprecher gewählt worden. Ist es Ihnen langweilig?

Valentin Walk: Ganz ehrlich: Nein. Mir bereiten diese Aufgaben einfach viel Freude. In beiden Ämtern kann man viel bewirken für die Gesellschaft und für die Menschen die darin leben. Und ich bin mir sicher, dass wir als aktive Pfarrgemeinde auch für die Gesellschaft im Ganzen einen wichtigen Beitrag leisten. Auch wenn das vielleicht manchmal nicht wahrgenommen wird.

Weggefährten in der Stadt und auch Kirche beschreiben Sie als angenehmen und zurückhaltenden Menschen. Werden Sie in dieser besonnenen Art auch dieses sehr wichtige Amt angehen?

Walk: Natürlich freue ich mich, wenn ich mit diesen Attributen beschrieben werde. Bei der Ausübung dieses Amtes sind diese Eigenschaften auf jeden Fall hilfreich. Ich versuche diese dann auch mit einer gesunden Portion Durchsetzungsfähigkeit und Humor zu kombinieren. Was ich bisher in jedem Amt gelernt habe: Man darf sich selbst nicht zu wichtig nehmen. Und, ich bin nur der Sprecher dieses Gremiums. Diesem steht letzten Endes Monsignore Martin Martlreiter vor. Es besteht aus insgesamt 14 Personen, die sich alle mit ihren eigenen Vorstellungen und Ideen einbringen.

Apropos Besonnenheit: Die Kirche steht momentan massiv in der Kritik. Missbrauchsskandale häufen sich und viele Gläubige wenden sich von der Kirche ab. Verstehen Sie das?

Walk: Bei diesem Thema ist Besonnenheit besonders wichtig. Da haben Sie durchaus recht. Missbrauch und im speziellen Kindesmissbrauch ist grundsätzlich ein Riesenskandal, eine Abartigkeit und wirklich mit aller Härte zu kritisieren und zu bestrafen. Bei einer Institution, wie der katholischen Kirche, ist dies natürlich noch heftiger. Bei den Fällen handelt es sich auch um Vorfälle weit aus der Vergangenheit, die erst jetzt öffentlich werden und aufgearbeitet werden. Ich bin froh, dass sich die Kirche in den letzten Jahren diesbezüglich bereits stark verändert hat. Bevor mir Relativierung oder Verharmlosung vorgeworfen wird: Ich fordere ebenfalls eine Aufarbeitung und, wenn noch möglich, auch rechtsstaatliche Verfahren für die Täter, aber auch Hilfe für die Opfer. Und dennoch ist es falsch, wenn wir heute unsere Priester und Geistlichen stigmatisieren. Ein Unrecht wird nicht deshalb geheilt, wenn man jetzt anderen Menschen ebenfalls Unrecht tut. Im Übrigen dürfen wir es uns auch als Gesellschaft nicht zu leicht machen und bei dem Thema sexueller Missbrauch nur auf die Kirchen deuten. Die meisten Missbrauchsfälle passieren außerhalb der Kirche. Leider überall, wo es Kinder gibt. Ich finde es gut, dass die katholische Kirche hier aber nicht auf andere deutet, sondern vor der eigenen Haustüre kehrt.

Viele Geistliche stehen einem Austritt vor allem deswegen kritisch gegenüber, weil die Kirche in den letzten Jahren aus ihrem starren Gebilde allmählich aufwacht. Es gibt queere Gottesdienste, manche Pfarrer würden homosexuelle Paare den Segen erteilen. Ist Dingolfing auch offen dafür?

Walk: Das sind theologische Fragen. Jetzt bin ich kein Theologe und maße mir auch nicht an, wie einer zu sprechen. Man kann diese Fragen auch nicht ohne Weiteres ausschließlich nach der Gesellschaft sowie nach dem jeweiligen Mainstream ausrichten und beantworten. Wir sind Teil einer Weltkirche und keine Regionalkirche in Mitteleuropa. Grundsätzlich kann aber jeder Mensch den Segen Gottes durch einen Pfarrer erhalten. Der Segen bedeutet, sehr umgangssprachlich ausgedrückt: "Schön, dass es dich gibt." Das gilt für jeden Menschen. Das Sakrament der Ehe im katholischen Glauben ist jedoch weitaus mehr als die Zivilehe als familienrechtlicher Vertrag zwischen zwei Menschen. Eine der fünf Säulen einer katholischen Ehe ist beispielsweise die bewusste Entscheidung für Kinder, die einem geschenkt werden, und dem Willen, sie im christlichen Glauben zu erziehen. Nun bin ich weder Theologe, noch Biologe aber stelle als Laie dennoch ein Konfliktpotenzial fest.

War dies auch Ihre Motivation für dieses Amt, live mit dabei zu sein, wenn die Veränderungen vonstatten gehen?

Hohe kunsthistorische Bedeutung: Die Kirche St. Leonhard in Oberdingolfing wird umfangreich saniert.

(Quelle: af) 

 

Walk: Nein. Meine Motivation war es, mit einer lebendigen und aktiven Pfarrei für die Gläubigen und alle Bürger der Stadt das gemeinsame Leben im christlichen Sinne zu erhalten und zu verbessern. Meine Motivation ist auch das wirklich tolle und vielseitige Team im Pfarrgemeinderat und den kirchlichen Vereinen wie dem Frauenbund, Kolping oder der KAB. Ohne diese Personen und Vereine wäre eine aktive Pfarrei nicht denkbar. Ich will auch den Fokus auf die so wertvolle seelsorgerische und gesellschaftliche Arbeit der Kirche hier in Dingolfing lenken. Ob das die Kinderbetreuung, die Jugendarbeit, die Erwachsenenarbeit oder viele andere Bereiche sind. Es gibt leider viele Mitbürger, die davon nichts hören wollen. Es gehört trotzdem dazu. Die Kirchenbauten, viele davon von kunsthistorisch großem Wert, wären ohne die Kirchenstiftungen nicht zu erhalten.

Doch nicht nur Veränderungen sind wichtig. Vielmehr muss die Kirche doch auch entschlossener darauf hinweisen, was passiert, wenn Sie sich weiter verkleinert. Es wird doch auch sehr viel Gutes getan.

Walk: Als ehemaliger Nutznießer ist es mir ein Anliegen auf die höchst professionelle und hervorragende Jugendarbeit in der Pfarrei hinzuweisen. Die Pfarrei leistet bei der Kinderbetreuung einen unverzichtbaren Beitrag für die ganze Gesellschaft. Von insgesamt neun Kitas und einem Kinderhort in Dingolfing, sind vier Kitas und der Kinderhort in kirchlicher Trägerschaft. Die Jugendarbeit bei den Lektorinnen und Ministranten ist hervorragend.

Zurück zur Pfarrei St. Johannes: Wie läuft generell die Zusammenarbeit mit dem Pfarrer Martin J. Martlreiter?

Walk: Die Zusammenarbeit mit Monsignore Martin Martlreiter ist freundschaftlich, vertrauensvoll, sachlich und respektvoll. Ich habe viele Jahre als Ministrant am Altar gedient, durfte an wunderschönen Ministranten-Ausfahrten mit der Pfarrjugend teilnehmen und darf nun seit vielen Jahren im Pfarrgemeinderat mitarbeiten. Ich habe der Pfarrei und im Speziellen Herrn Monsignore Martlreiter viel zu verdanken. Neben vielen tollen Erfahrungen habe ich auch persönlich viel gelernt. Hinweisen möchte ich noch auf die gute Zusammenarbeit mit den beiden Kirchenpflegern Hans Schmid und Dr. Rupert Zach mit den jeweiligen Kirchenverwaltungen St. Johannes und Frauenbiburg.

Wie oft treffen Sie sich in den Gremien?

Valentin Walk: Der Pfarrgemeinderat trifft sich regelmäßig circa viermal im Jahr und zur Planung von Veranstaltungen jeglicher Art auch öfter.

Es ist in den letzten Jahren auch optisch viel passiert. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen standen an. Welche kurz- und mittelfristigen Projekte stehen auf der Agenda?

Valentin Walk: Momentan laufen die Umbauarbeiten der Freiflächengestaltung vor der Stadtpfarrkirche. Das nächste Großprojekt wird die Sanierung der Kirche St. Leonhard in Oberdingolfing sein. Es handelt sich dabei wieder um eine kostenintensive Maßnahme, aber allein mit Geld kann nichts renoviert werden. Es braucht viele ehrenamtlichen Helfer und Verwalter. An dieser Stelle sind die ehemaligen und aktuellen Kirchenpfleger wirklich herauszustellen. Sie sind, zusammen mit den ebenfalls gewählten Kirchenverwaltungsmitgliedern, federführend mit diesen Baumaßnahmen befasst. Es gebührt ihnen ein großes Dankeschön. Wie viele Stunden Arbeit hier einfließen, ist wirklich unvorstellbar.